Sommerlager 2009

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In diesem Jahr ziehen wir ins Mittelalter. Genauer gesagt ins mittelalterliche Hallau. Während einer Woche wollen wir zusammen mit Rittern, Drachen, Königen und Prinzessinnen so manche spannende Stunde erleben (was genau verraten wir natürlich noch nicht).
Sogar der Wiler Nachrichten blieb nicht verborgen, dass wir ins So-La gehen. so erschien am Donnerstag, dem 09. Juli 2009 ein Bericht über Andrea Dürrmüller.
Und Andrea hat es gleich nochmals in die Zeitung geschafft. Am 30. Juli erschien ein Artikel über unser Lager in den Wiler Nachrichten. Allerdings ist da Andrea gerade am Zinn giessen und nicht am kochen, wie die Zeitung schreibt.
Auch die Wiler Zeitung brach am 30. Juli einen Artikel über das Lager. Hier stimmt allerdings die Bildunterschrift.

Sommerlager 2009 » Verschiedene Alben

Samstag, 04.07.2009

Am Samstag, dem 4. Juli 2009 war es endlich soweit. Um 10:30 Uhr besammelten sich rund 66 Kinder, ihre Eltern und die Leiter des Cevi Wil beim KGH. Nach der Begrüssung wurden wir von Felix und Regula eingeladen, mit ihnen in die Stadt zu reisen und dort die Ritterspiele zu besuchen. Mit Zug, Bus und schliesslich zu Fuss erreichten wir dem Lagerplatz oberhalb von Hallau. Dort nahmen wir als erstes die Schlafzelte in Beschlag und quartierten uns ein. Der restliche Nachmittag stand dann ganz im Zeichen des Lagerbaus. So mussten noch diverse Lagerbauten erstellt werden. Ein Teil der Infrastruktur hatten einige Leiter bereits im Vorcamp aufgestellt. Nach dem Nachtessen gingen wir in die Lagergruppen (es gab insgesamt acht: Capallo, Smarties, Maga Venator, Peace, Clewin, Mitravis, Equetes und Excalibur). Dort lernten wir uns etwas besser kennen und bastelten uns eine Gruppenfahne. Nach dem Dessert war der erste Lagertag bereits wieder zu Ende und es folgte eine mehr oder weniger ruhige Nacht.
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Sonntag, 05.07.2009

Der erste Morgen brach an. Da bereits viele Kinder lange vor dem Margenessen wach waren, war das Wecken nicht ein so grosses Problem. Nach dem Morgenessen und den obligatorischen Ämtlis folge nochmals eine Runde Lagerbau. Dabei stellten wir unter anderem unsere gedeckte Arena auf. Diejenigen welche nicht am Bauen waren, vertrieben sich die Zeit mit Sport. Nach dem Mittagessen und dem Ämtli öffnete zum ersten Mal der Kiosk seine Tore. Und die Leiter fanden sich zu ihrem Leiterhöck ein, wo sie das Programm für die nächtens 24 Stunden besprachen. Am Nachmittag trafen wir dann wieder auf Felix und Regula. Sie trafen auf ihrem Weg in die Stadt auf einen Händler. Von seiner Handelskunst begeistert wollten sie es selber mal versuchen. So begaben wir uns in den Wald, wo schon verschiedene Händler warteten. Bei denen konnte man Sachen wie Gold, Tuch, Holz, etc. erwerben. Damit konnten die einzelnen Gruppen Gegenstände bauen lassen, für die sie Punkte bekamen. Das Interessanteste war aber sicher die Räuberjagd. Für jeden gefangenen Räuber gab es nämlich eine Belohnung. Und so hatte diese Jagd für manche Personen doch etwas schmerzhafte Auswirkungen. Der Abend verlief dann friedlicher. Beim sonntäglichen Gottesdienst sangen wir verschiedene Lieder und Serge erzählte uns eine sportliche Geschichte. Im zweiten Teil des Abends stellten sich dann die einzelnen Gruppen mit ihren Fahnen vor.
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Montag, 06.07.2009

Leider begann der Morgen wieder etwas wolkenverhangen. Ein Bild, an das wir uns für den Rest der Woche wohl gewöhnen müssen. Dafür konnten wir nach dem Morgenessen in den Ateliers kreativ sein. Jedes Kind konnte sich in einem Atelier einschreiben und dann wurde gebastelt, was das Zeugs hielt. So konnte man Tücher färben, Freundschaftsbänder knüpfen, ritterliche Waffen herstellen, Brot backen, einen Traumfänger basteln, sich im Schwertkampf messen, Zinn giessen oder im Atelier Pioniertechnik an unserem Burgtor bauen. Nach einem solchen Morgen stürzten sich natürlich alle mit Heisshunger auf das Mittagessen. Nach dem Mittagsprogramm mit Ämtli, Kiosk und Freizeit sammelten wir uns im Hauptzelt. Dort trafen wir auch wieder auf Regula und Felix. Leider wurden sie von Räubern überfallen, die ihnen alles Geld klauten, dass sie bei sich hatten. Eine solche Gemeinheit konnten wir nicht auf uns sitzen lassen. Doch zum Glück hinterliessen die Räuber Hinweise. Die mussten nur noch gefunden werden. Mit Karten, Kompass und Koordinatenmessen machten wir uns gruppenweise auf, die Hinweise zu suchen. Für manch einer sicher ein lehrreicher Nachmittag, an dem er mal wieder seine Fähigkeiten im Orientieren trainieren konnte. Und das Versteck der Räuber fanden wir dann auch noch. Sie waren zwar weg, aber das Geld war noch da. Nachdem alles glücklich ausgegangen war, konnten wir uns dem Nachtessen zuwenden. Nach dem Essen gab es die Ämtlis und danach die Stille. Zu dieser trafen wir uns alle im Hauptzelt, wo wir eine kleine Geschichte hörten. Nach dem gemeinsamen Teil gingen wir in die Lagergruppen, wo wir mit der Gruppenstille fortfuhren. Diese ging dann gleich nahtlos in den Gruppenabend über. Erst um halb elf trafen sich dann mehr oder weniger alle wird in den Schlafzelten, wo ab jetzt eigentlich Nachtruhe sein sollte. Theoretisch zumindest. Für die Hilfsleiterinnen der Gruppe Banzai war allerdings noch lange nicht Schluss. Lea wurde in einer kleinen Feier auf den Namen UEFA getauft.
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Dienstag, 07.07.2009

Heute war der Tag des Tagausfluges. Leider war das Wetter nicht gerade überwältigend. Es regnete den halben Tag. Doch getreu dem Motto, dass es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Ausrüstung gibt, packten wir nach dem Morgenessen unsere sieben Sachen und zogen gruppenweise los. Viele Gruppen zog es an den Rheinfall. Entweder auf die Schaffhauser Seite oder dann zum Schloss Laufen auf der Zürcher Seite. Eine andere Gruppe besichtigte den Munot in Schaffhausen. Und eine dritte Gruppe war nicht ganz so wetterfest und verblieb in der Nähe von Hallau, obwohl sie mit der Regenkappe der Marke Stahlhelm den besten Regenschutz hatten. Als Abschluss des Tagesausfluges bereiteten alle Gruppen ihr Nachtessen auf dem offenen Feuer zu. Bei den meisten gab es dabei Teigwaren mit einer, dem Können der Leiter entsprechenden, leckeren Sauce. Leider verrechnete sich die Küche bei der Menge etwas und so mussten einige Gruppen noch auf die Notfallravioli zurückgreifen.
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Mittwoch, 08.07.2009

Der Mittwochmorgen stand ganz im Zeichen des Genusses. Bereits beim Morgenessen trafen wir auf Bruder Jakobus, welcher uns in sein Kloster einlud. Dort durften wir uns dann bei einer Massage etwas entspannen. Daneben konnten wir aber auch bei ruhiger Musik meditieren (oder schlafen), Mandalas malen, mittelelterliche Schriften erlernen, uns dem Duft des klösterlichen Kräutergartens hingeben oder eine rätselhafte Geschichte hören. Für die sportlichen unter uns stand der Posten mit den Kraftübungen offen. Nach dem Mittagessen wollten wir eigentlich baden gehen. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und der Bandenachmittag ging baden. Dank unserer tollen Dusche musste trotzdem niemand auf seine Körperpflege verzichten. Anstelle des Badenachmittags gab es eine kleine Schnitzeljagd durch die Hallauer Wälder. Am Abend erreichten wir zusammen mit Felix und Regula die Tore der Stadt, in denen die Ritterspiele stattfanden. Leider liessen uns die Torwächter nicht rein. So mussten wir uns einen Trick einfallen lassen. Statt in die Stadt zogen wir in den Wald, wo wir die Zutaten für einen Zaubertranke beschaffen wollten, der die Wache in einen tiefen Schlaf versetzten sollte. Doch um diese Zutaten zu bekommen mussten wir bei verschiedenen Personen Aufgaben lösen und bekamen dafür dann etwas, zum Beispiel Perlen. Diese konnten wir danach bei einer anderen Person gegen eine Zutat für den Zaubertrank eintauschen. Was gab es da alles für komische Personen in dem Wald. Da trieb sich eine Hexe herum. Ein Weiser und ein Händler, ein Spitzel, eine Wanderin, sogar ein Ritter und auch ein Mönch. Doch schlussendlich gelang es uns die Zutaten zu bekommen und wir konnten erfolgreich die Wachen überlisten. Als wir dann in der Stadt waren, gab es einen Dessert und wir suchten uns einen Schlafplatz (die Zelter) und legten uns zur Nachtruhe.
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Donnerstag, 09.07.2009

Am Morgen hatten wir den zweiten Teil unserer Ateliers. Wer sein Lieblingsatelier am Montag nicht machen konnte, hatte jetzt die Möglichkeit dazu. So konnte man an diesem Morgen Tücher färben, Brot backen, Freudschaftsbändeli knüpfen, Waffen basteln, einen Traumfänger herstellen, Zinn giessen oder sich als Schwertkämpfer versuchen. Das Atelier Pioniertechnik beschäftigte sich, im Gegensatz zum Montag, nicht mehr mit dem Aufbau, sondern begann bereits mit dem Abbruch nicht mehr benötigter Bauten. Nach dem Mittagessen, den Ämtli und der Freizeit mit dem Lagerkiosk, erfuhren wir vom Ritter Siegfried, dass die Tochter des Königs, die Prinzessin Marie weg ist. Laut Gerüchten wurde sie ermordet. Und ihre drei Brüder beschuldigen sich nun gegenseitig der Tat. Also mussten wir dem Ritter Siegfried helfen, einerseits festzustellen ob das mit der toten Prinzessin wirklich stimmte und andererseits die drei Brüder wieder miteinender versöhnen. Im Wald trafen wir auf einige komische Personen. Ob die uns wohl helfen konnten? Schnell fanden wir heraus, dass die Prinzessin nicht tot war, sondern von der Hexe versteinert wurde. Mit Hilfe eines Schriftgelehrten, eines Schulkindes einer Professorin, eines Koches, eines Verkäufers, der Schlosswache oder der guten Fee versuchten wir ein Gegenmittel für den Fluch der Hexe zu finden. Zwischendurch mussten wir noch einen Drachen töten oder der kranken Person helfen. Doch schlussendlich gelang es uns die Prinzessin vom Fluch zu befreien und wir brachten sie zum König zurück. Als Dank lud er uns gleich zu seinen Ritterspielen ein. Nach der Stille verbrachten wir den Abend in der Gruppe, wo wir uns bereits auf die Ritterspiele des kommenden Tages vorbereiteten. Nach einem Dessert hiess es dann wieder „Ab i d’Falle“.
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Freitag, 10.07.2009

Nach dem Aufstehen, dem Morgenessen und den Ämtlis begannen nun die langersehnten Ritterspiele. Dazu versammelten wir uns alle auf dem Festplatz, wo jede Gruppe ihren vorbereiteten Beitrag zeigte. Da gab es eine Gruppe mit einer Akrobatiknummer, es wurde ein Rennen ausgetragen, Ritterkämpfe gab es zu sehen, zwischen durch gab es auch mal was zum Lachen oder eine kleine Liebesgeschichte. Sportlicher ging es bei einem Hosenlupf zu und her. Die einzelnen Beiträge wurden einerseits vom Publikum benotet. Andererseits gab eine Fachjury (mehr oder weniger kompetent) und der König (sehr kompetent) ihre Bewertung ab. Zum Schluss der Ritterspiele wurden noch die Fahnen der einzelnen Gruppen bewertet. Nach dem Mittagessen war dann bereits wieder der Lagerabbau angesagt. Mit vereinten Kräften bauten wir all das ab, was wir nicht mehr brauchten, So wurde ein grosser Teil der Schlafzelte verpackt. Die letzte Nacht konnte, wer wollte, draussen oder im Hauptzelt verbringen. Am Abend lud dann der König zum Ritterfest ein. Vor dem eigentlichen Ritterfest wurden die Sieger der morgendlichen Ritterspiele verkündet. Es gewannen die Gruppen Capallo und Smarties. Doch nun zu dem Ritterfest. Jede Gruppe bekam vom König eine Aufgabe zugelost. So musste eine Gruppe ein Lied erfinden, eine Zweite einen Tanz einstudieren, eine weitere ein Spiegelei braten, eine Modeschau einstudieren oder ein Zelt aufbauen. Wie es beim "Wetten dass..." üblich ist, gab es für jede Gruppe einen Wettpaten, welche auf den Erfolg der Gruppen wetten konnten. Simi verlor seine Wette, weil er den Hilfsleiterinnen nicht zutraute, dass sie einen Berliner aufstellen konnten. Dafür musste er ihnen das Dessert servieren. Und auch Serge verlor seine Wette. Er war Wettpate der Tanzgruppe (Peace) und das Publikum bewertete die Tanzaufgabe als nicht erfüllt. Obwohl hier die Frage erlaubt ist, ob sie das taten, weil der Beitrag schlecht war oder ob sie Serge tanzen sehen wollten. Das war nämlich seine Strafaufgabe. Diese erfüllte er zusammen mit Andrea. Der Abend wurde mit dem Dessert und dem grossen Lagerfeuer beendet.
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Samstag, 11.07.2009

Der Samstag war wie alle Lagersamstage. Noch vor dem Morgenessen musste fertig gepackt werden und alles Gepäck wurde eingeladen. Und der restliche Morgen bestand darin, das restliche Material aufzuräumen, zu putzen und zu verladen. Um halb zwölf trafen wir uns alle bei der Feuerstelle, wo uns die Küche (hier nochmals ein Dankeschön für das Essen im Lager) mit Bratwürsten versorgte. Kurz vor ein Uhr besammelten wir uns alle um den Weg nach Hallau unter die Füsse zu nehmen. Mit dem Bus und dem Zug trafen wir schliesslich in Wil ein. Da warteten bereits die Eltern auf uns, welche uns freudig in Empfang nahmen. Nachdem auch Regula und Felix wieder zu ihren Eltern zurückkehrten, verabschiedeten wir uns voneinander und zogen nach Hause. Und die Leiter räumten noch das restliche Material auf.
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Gruppen

In unserem Lager hatten wir acht Lagergruppe. Smarties, Capallo, Maga Venator, Mitravis, Peace, Equetes, Clewin, Excalibur. Dazu kommt noch unsere Küche (Tobi mit seiner Familie), der Lagerstab mit Serge, Rosita und Daniela. Virus amtete als Materialchef und Pluto war für die Photos verantwortlich.
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