Sommerlager 2016

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In diesem Jahr findet unser Sommerlager in Buttisholz statt. Während einer Woche begleiten wir Wilhelm Tell auf seinen Abenteuern durch die Urschweiz. Im Gegensatz zu anderen Jahren werden wir jeden Abend (falls es geht) die Fotos des Tages hinauf laden. Du kannst dann quasi live sehen, was bei uns im So-La so läuft.
Die Wiler Nachrichten brachte am 21. Juli 2016 einen Bericht über das Sommerlager.
Und am 27. Juli 2016 berichtete auch die Wiler Zeitung über das Sommerlager.

Sommerlager 2016 » Sommerlager 2016

Samstag, 09.07.2016

Um 11:00 Trafen wir uns beim KGH in Will. Rund 35 Kinder nahmen von den Eltern Abschied, um ins diesjährige So-La zu fahren. Nachdem Serge alle begrüsst hatte, begrüsste uns auch Wilhelm Tell selber. Er müsse dringend hinunter ins Tal, um ein paar Einkäufe zu erledigen. Ob wir mitkommen wollen? Also verabschiedeten wir uns von den Eltern und machten uns auf den Weg in die Innerschweiz. Über Olten und Sursee erreichten wir gegen zwei Uhr Buttisholz. Von der Bushaltestelle ging es zu Fuss den Berg hinauf, wo wir schliesslich beim Lagerplatz eintrafen. Zu Beginn machten wir gleich die Gruppeneinteilung. Danach ging es an den Zeltbau. Einige Schlafzelter, sowie die Waschstelle, ein WC, den Sarasani und die Spielwiese mussten eingerichtet werden. Das Hauptzelt, die Küche, sowie das Materialzelt hatten bereits einige Leiter vor dem Lager aufgebaut. Wer dann nichts mehr zu bauen hatte, probierte schon mal die Spielwiese aus. Nach dem ersten Nachtessen (ein Dank an die Küche) mussten die Ämtli gemacht werden. Danach ging es in die Gruppe, wo wir uns auf die Gruppenpräsentation vorbereiteten. Zum Schluss gab es noch ein Stück Kuchen. Und dann ging es ab in den Schlafsack.
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Sonntag, 10.07.206

Der erste Morgen im Lager begann früh. Bereits vor sechs Uhr waren einige der Kinder wach. Doch bis zum Morgenessen dauerte es noch einige Zeit. Dieses fand dann erst um acht Uhr statt. Nach dem Morgenessen waren als erstes die Ämtli angesagt. Auch am Sonntag musste das Geschirr abgewaschen, die WCs geputzt, der Platz gefetzelt und Holz zurecht geschnitten werden. Nachdem das erledigt war, stand nochmals eine Runde Lagerbau auf dem Programm. So bauten wir noch eine Feuerstelle, Schuhgestelle für die Vorzelter. Mussten das Volleyballfeld zügeln und noch ein paar Sachen mehr. Schon bald war Mittag und damit Zeit für das Mittagessen. Nach den Ämtlis eröffnete zum ersten Mal der Lagerkiosk. Geführt von Rosita konnte man dort ein paar Süssigkeiten oder auch Postkarten für die lieben zu Hause kaufen. Um drei Uhr trafen wir auf den Bauherrn der Zwing-Uri. Er wies das Volk an, ihm eine Burg zu bauen. Da wir mit den armen Arbeitern Mitleid hatten, beschlossen wir, dass wir ihnen beim Bau helfen wollten. Doch das Material dazu mussten wir uns zuerst beschaffen. So konnten wir bei einem Kräutermeister für das Sammeln von Kräutern Geld verdienen. Oder wir halben dem Jäger, absolvierten einen Hindernislauf oder unterhielten eine verwirrte Frau. Mit dem verdienten Geld konnten wir dann das benötigte Baumaterial beschaffen. An allen Gruppenplätzen entstanden so mit der Zeit beeindruckende Bauten. Auch die Bauleute von Uri waren von unserer Arbeit begeistert. Da Sonntag war, stand am Abend ein Gottesdienst auf dem Programm. Umrahmt von vielen Liedern erzählte uns Serge eine Geschichte von Wurzeln und wie wir in Gott verwurzeln sein sollen. Nach dem eher besinnlichen Teil startete die grosse Gruppenvorstellung. Doch davor wurden wir noch Zeuge des Rütlischwurs. Danach startete die jüngste Gruppe (Fedora) mit der Gruppenvorstellung. Sie sangen mit uns ein Lied über einen dreieckigen Hut. Die Gruppe Malum stellte sich mit einem Apfel im Mund vor, während uns die Gruppe Skorpionem ein kleines Theater vorspielte. Die Gruppe Dardo las uns aus der Zeitung vor, während die Gruppe Tao uns ein kleines Stück „Bauer sucht Frau“ vorspielte. Nach den Gruppen stellte Serge noch die Küche, sowie den Stab des Lagers vor. Mit einem Dessert und einem kleinen Feuer in der neu gebauten Feuerstelle endete auch der zweite Lagertag.
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Montag, 11.07.2016

Schon beim Morgenessen gab es die erste Überraschung. Mitten auf unserem Lagerplatz stand eine Stange mit einem Hut darauf, bewacht von zwei Soldaten. Und jeder, welcher bei diesem Hut vorbei lief, musste ihn Grüssen. Dieser Hut blieb auch den ganzen Morgen über stehen. Doch wir liessen uns davon mal nicht stören und begannen mit dem Morgenessen. Danach waren wie üblich die Ämtli angesagt. Danach waren Ateliers angesagt. Am Bis am Sonntagabend konnten wir uns in eines der Ateliers einschreiben. Je nachdem, was wir da gewählt hatten, konnten wir nun Pfeil und Bogen basteln, Speckstein schleifen, Zinn giessen (auch mit Verbrennungen), Bändeli knüpfen oder Brot backen. Doch wie gesagt, der Hut blieb auf der Stange und jedes Mal, wenn wir an ihm vorbeiliefen, mussten wir ihn grüssen. Nach dem Mittagessen trafen wir auch wieder mal auf Wilhelm Tell. Auch er sollte den Hut grüssen. Doch da weigerte er sich. Und das rief prompt Gessler auf den Plan, welche ihn verhaften liess. Da es heute recht heiss, war, beschlossen wir dass wir die Badi in Sursee besuchen. Mit zwei Andrioli-Fahren gelangten wir in die Badi. Dort konnten wir, trotz etwas verschlechterndem Wetter, das Bad im Sempachersee geniessen. So wurden auch die wieder mal sauber, welche nicht so oft die Dusche besucht hatten. Und natürlich gab es auch noch eine Glace. Pünktlich zum Nachtessen kehrten wir wieder ins Lager zurück. Nach dem Essen und den Ämtlis stand der zweite Gruppenabend auf dem Programm. Zuerst hielten die einzelnen Gruppen ihre Gruppenstille ab. Danach machten sie sich an die Gestaltung ihres Gruppenabzeichens. Da gab es Armbrüste, Äpfel, Hüte und noch vieles mehr. Diejenigen Gruppen, welche am Dienstag auf den Zweitagesausflug gehen, bereiteten auch schon mal ihr Material vor. Nach dem Gruppenabend trafen wir uns alle im Hauptzelt. Und pünktlich auf das Dessert kam dann auch das Gewitter. Es war kurz aber heftig. Und kaum war es nach ein paar Minuten wieder vorbei, konnten alle ihren Schlafsack aufsuchen.
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Dienstag, 12.07.2016

Heute ging es auf den grossen Ausflug. Doch bereits in der Nacht regnete es fast ununterbrochen. Und auch beim Morgenessen liess der Regen fast nicht nach. Doch trotz allem machten wir uns bereit für den Ausflug. Nach dem Morgenessen packten wir den Lunch und kurz darauf liefen wir los. Alle zusammen marschierten wir nach Gattwil. Unterwegs trafen wir noch auf vier kleine Kätzchen, welche uns auf dem Weg begleiteten. Über Nottwil erreichten wir die Vogelwarte in Sempach. Dort nahmen wir an einer interessanten Führung über die Vogelwelt teil. Aufgrund organisatorischen Missverständnissen konnten nicht alle Leiter an der Führung teilnehmen. So spielten diese während der Zeit Karten. Zur Freude der Kassiererin verliessen wir die Vogelwarte. Dort trennten sich dann die Wege der Gruppen. Die beiden jüngsten Gruppen machten sich auf den Wanderweg Richtung Nottwil. Unterwegs machten wir halt für den Mittagsrast. Die anderen Gruppen traten ihrerseits den Weg zu ihrem Biwakplatz. Leider machte es das Wetter nicht gerade einfach. Für die beiden Jüngsten Gruppen war das Problem lediglich, dass sie im Nassen wanderten. Die restlichen Gruppen mussten jedoch bei Regen ihr Nachtessen kochen und auch ihren Berliner aufstellen. Leider blieb auch das Innere des Zeltes nicht ganz trocken. Die Jüngsten kehrten zum Nachtessen zum Lager zurück. Nach dem Nachtessen und den Ämtlis gab es einen Singabend. Da alle ein bisschen müde waren, ging es etwas früher in die Schlafsäcke.
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Mittwoch, 13.07.2016

Soeben hat uns die Nachricht erreicht, dass der Landvogt Gessler von aufständischen Eidgenossen getötet worden ist. Laut ersten Augenzeugenberichten war er mit seinem Rittertrupp durch die hohle Gasse unterwegs, als er in einen Hinterhalt geriet. Die Aufständischen griffen zuerst die Soldaten an, um danach Gessler zu Leibe zu rücken. Wie unsere Recherchen ergaben, war ein Teil der Aufständischen noch am Mittwochmorgen auf ihrem Zweitagesausflug unterwegs. Die eine Gruppe übernachtete auf der Veranda einer Jagdhütte. Allerdings wurden sie bereits früh von Jägern verscheucht, so dass sie bereits im Verlauf des Morgens im Lager ankamen. Die zweite Gruppe dagegen kam auf das Mittagessen wieder ins Lager. Weitere Augenzeugen wollen gesehen haben, dass danach alle friedlich zu Mittag gegessen haben, danach die Ämtli gemacht haben und nach der Freizeit und dem Lagerkiosk sich im Hauptzelt versammelt haben. Wie die Augenzeugen weiter berichteten, gesellte sich Walter, der Sohn der Aufstand-Anführers Wilhelm Tell, zu den im Hauptzelt versammelten Leuten. Dieser soll sie dazu angestiftet haben, bei der sich in unserer Gefangenschaft befindlichen Rebellen Tell zu befreien. Um offenbar ihren Erfolg zu steigern, trennten sich in verschiedene Gruppen auf und trainierten auf dem Weg ihre Fähigkeiten. Darunter offenbar für die Befreiung entscheidende Fähigkeiten, wie Zeltbau, Kartenkunde, erste Hilfe oder die Zielfertigkeit. Schlussendlich gelang es Tell, sich aus unserer Gefangenschaft zu befreien und zu fliehen. Danach zogen sich die aufständischen Eidgenossen in ihr Versteck zurück, wo sie sich auf den Hinterhalt auf Gessler vorbereiteten. Zeugen, welche die beiden Gruppen unterwegs trafen, berichteten, dass sie mittels Rätseln den Weg zu dem Hinterhalt auf den Landvogt Gessler herausgefunden haben. Als sie dann den passenden Ort gefunden haben, warteten sie den Trupp des Gesslers ab und töteten ihn.
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Donnerstag, 14.07.2016

Heute Donnerstag konnten wir etwas später aufstehen. Das Programm begann eine Stunde später. So trafen wir uns erst um zehn vor neun zum Morgenessen. Doch trotz dem Ausschlafen mussten nach dem Essen die Ämtli gemacht werden. Als das erledigt war, war etwas Entspannung angesagt. So trafen wir uns zum Genussparcours. Bei verschiedenen Posten konnten wir uns entspannen. So gab es eine Massage, bei einem Posten erzählten wir uns Witze, an einem anderen mixten wir uns einen Drink. Auch eine Gesichtsmaske gab es, Black Stories und Musik hören. Wie im Nu war die Zeit vorbei und schon stand das Mittagessen bereit. Als dann die Ämtli erledigt war, öffnete der Lagerkiosk. Dort konnte man einige Süssigkeiten oder auch Postkarten kaufen. Als die Leiter von ihrem Leiterhöck zurückkamen. Begann das Handelsspiel. Da Wilhelm Tell ja ursprünglich nur von zu Hause aufgebrochen war, um einzukaufen, mussten wir nun das für ihr besorgen. Durch geschicktes Handeln zwischen den Gruppen mussten wir versuchen, die Rohstoffe für Brot, Fleisch, Käse und Tee besorgen. Wie so häufig machten auch hier Räuber das Leben schwer. Doch am Schluss hatten wir alles zusammen und Tell hatte seine Einkäufe erledigt Das Nachtessen lief dann etwas anders ab, als an den anderen Abenden. Wir assen nämlich in unseren Lagergruppen. Die eine Gruppe zog es zu einem Fondue in den Wald. Eine zweite Gruppe machte ebenfalls ihr Feuer, um darauf Hot Dogs zu zubereiten. Die anderen drei Gruppen zogen wegen dem unsicherem Wetter den Lagerplatz vor. Nach dem Nachtessen blieb dann den Gruppen noch Zeit für Spiele, um ihr Gruppenabzeichen zu basteln. Andere machten, trotz Regen, auf dem Feuer noch Schlangenbrot. Doch bald waren die meisten müde und so hiess es dann „ab in die Schlafsäcke“.
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Freitag, 15.07.2016

Es ist Freitag und damit war der letzte Tag im Lager angebrochen. Der Tag begann wie üblich mit dem Morgenessen und den Ämtlis. Danach standen die eidgenössischen Festspiele zu ehren der am Sonntag gegründeten Eidgenossenschaft auf dem Programm. In gemischten Gruppen wurde um den Rang des Festsiegers gekämpft. Dabei mussten sich die Teilnehmer in den verschiedensten Disziplinen beweisen. So war die Zielfertigkeit bei der Schleuder gefragt, wo ein Ziel mittels einer Schleuder möglichst genau getroffen werden musste. Die Schnelligkeit war beim Hindernislauf gefragt. Der Geschmackssinn war hingegen beim Erkennen von Lebensmitteln, wie Käse, Schokolade, usw. gefragt. Im Zweikampf musste man sich beim Lanzenkampf beweisen. Und die innere Uhr war beim Schätzen von Zeiten gefragt. Und so war dann auch schon bald Mittag und die Rangverkündigung stand an. Es hat die Gruppe „Zahnpaste Oreo“. Nach dem Mittagessen mussten noch ein letzten Mal die Ämtli gemacht werden und auch der Kiosk war nochmals offen. Die Lagerbank zahlte das noch ausstehende Guthaben aus. Um drei Uhr war dann der Lagerbau angesagt. Das Ziel war, heute bereits ein möglichst grosser Teil der Infrastruktur abzubauen und ein Teil nach Wil zurück zu fahren. Zum Nachtessen gab es dann etwas Spezielles. Es gab Hamburger satt. Um acht Uhr trafen wir uns dann zuerst zu der Gruppenstille. Eine halbe Stunde später begann der grosser Schlussabend. In verschiedenen Disziplinen massen sich die Leiter gegen die Kinder. So mussten sie Seil ziehen. Sack hüpfen, sich verkleiden. Auch musste man Guetzli stapeln. Oder möglichst schnell 1 ½ Liter trinken. Daneben brannte auch noch unser grosses Abschluss Feuer. Den Wettkampf gewannen die Leiter deutliche mit 6 zu 3. Damit steht es jetzt im Gesamtskore 2:1 für die Teilnehmer. Nach dem Schlussabend war dann noch eine lange Nacht rund um das Lagerfeuer angesagt. Wer wollt, konnte die Nacht draussen verbringen. Die andern verzogen sich dann irgendwann in die Zelter.
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Samstag, 16.07.2016

Bereits war der letzte Tag angebrochen. Einige verbrachten die Nacht am Lagerfeuer. Allfällige Versuche, die Nacht durchzumachen, wurden durch die Müdigkeit zunichte gemacht. Kurz vor acht Uhr gab es dann das letzte Morgenessen. Danach war Lagerabbau angesagt. So mussten alle Tische und Bänke vom Schlamm befreit werden, die Küche vollständig abgebrochen und auch das überall verbaute und gelagerte Kleinmaterial geputzt und die die Anhänger für den Transport mach Wil eingeladen werden. Dank des sonnigen Wetters konnten wir auch die Kinderzelter trocken abbrechen. Nach der Operation „sauberer Lagerplatz“ (Fätzeln) fassten alle einen Lunch. Da wir noch genügend Zeit hatten, bis wir los mussten, konnten wir ihn auf dem Lagerplatz essen. Nach zwei Uhr am Nachmittag marschierten wir los, Richtung der Bushaltestelle in Gattwil. Von dort führen wir zuerst im übervollen Bus nach Sursee, dann von dort mit dem Zug via Olten nach Wil. Unterwegs trafen wir einige andere Lager, für welche die Lagerwoche wohl jetzt anfängt. Sie sahen auf alle Fälle noch recht frisch aus. In Wil angekommen, marschierten wir, unter lautem Gesang, zum KGH. Dort warten bereits die Eltern auf uns. Und auch Wilhelm Tell konnte wieder zu seiner Frau zurückkehren, die er vor einer Woche verlassen hatte. Nach einem Tschi-yia-yia und der obligatorischen Tschüss-Runde, war das So-La 2016 bereits wieder zu Ende.
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Gruppen

Wie in jedem Lager gab es auch im Sommerlager 2016 Lagergruppen. Die älteste Gruppe war die Gruppe Tao. Danach kam Dardo. Es folgten die Gruppen Skorpionem und Malum. Die jüngste Gruppe war schliesslich die Gruppe Fedora. Neben den Lagergruppen waren aber noch viele andere Leute im Intergrund beteiligt. So bildeten Vera, Erwin und Eveline das Küchenteam. Unterstützt wurden sie noch von Rosita, welche auch für das eine oder andere kleinere oder grösseres Bobo zuständig war. Im Mat arbeitete diese Jahr wieder unser altgedienter Matchef Andi. Serge, Max und Pluto bildeten schlussendlich den Lagerstab.
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